6. Ehemaligentreffen 14. /15. April 2018

Gesellschaftsabend

Seinen Anfang nahm das 6. Ehemaligentreffen in den historischen Räumen des PUO-Korps in Sengwarden mit der Begrüßung. Mit einem lauten Hallo und etwas Gerstensaft in der Hand begrüßte man sich untereinander. Schnell war man wieder miteinander vertraut, obwohl sich einige der Teilnehmer seit vielen Jahren nicht mehr gesehen haben. Fast alle sind in irgendeiner Art und Weise der Musik treu geblieben und pflegen die Musik als ihr Hobby.



Der ein oder andere Teilnehmer wäre sicherlich noch gerne in Sengwarden geblieben, wäre da nicht der gesellschaftliche Höhepunkt zeitlich näher gekommen. Nur ungern drängten die Organisatoren die Teilnehmer zum Aufbruch um rechtzeitig den Gesellschaftsabend im großen Saal des Gorch-Fock-Hauses beginnen zu können. Schon beim Betreten des festlich geschmückten Saales hörte man das ein oder andere "Oh..." Karin Glenewinkel, die Ehefrau unseres musikalischen Leiters, hatte für eine wunderschöne, dem Anlass entsprechende, Tischdekoration gesorgt.



Die Begrüßung der Teilnehmer und der Gäste übernahm Peter Hartmann in seiner bekannt launigen und zum Teil sehr persönlichen Art. Niemand wurde ausgelassen und über alle wusste er Erstaunliches zu berichten. Nachdem nun dieser Teil des Abends erledigt war, konnten sich alle an dem köstlichen Büfett stärken. Eigentlich soll man ja beim Essen nicht reden. Da viele Teilnehmer aber großen Redebedarf hatten, wurden schon hier viele (auch fachliche) Erfahrungen ausgetauscht.



Nach dem Essen unterhielt das 4sax-Saxophon-quartett des Schortenser Saxophonisten und ehemaligen Mitglieds des Marinemusikkorps, Martin Stritzel, die Gäste. Einen kleinen Auszug aus dem inzwischen 350 Werke umfassenden Repertoire, größtenteils aus Arrangements des 4sax-Gründers bestehend aus Barock, Klassik, Jazz, Latin und Pop, brachten die vier dem be-geisternden sowie fachkundigen Publikum zu Gehör. Mit lang anhaltendem Beifall wurden sie dafür belohnt.



Impressionen des Abends, die keines Kommentars bedürfen

Alle Fotos Christel Dieckröger/Heinrich Schmidt


Das Konzert

Noch bevor ein spielfähiges Orchester feststand, wurde die Öffentlichkeit über das Vorhaben informiert. Im Vertrauen darauf, dass genügend ehemalige Angehörige des Musikkorps mitmachen würden, ging man die Organisation an, die auch ein finanzielles Risiko bedeutete. Die anfängliche Skepsis wich ganz schnell einer großen Euphorie. Bereits am ersten Tag nach Versendung der Einladung gingen die ersten Anmeldungen ein und schon bald ergab sich ein Luxusproblem. In einigen Registern konnten die Stimmen zwei- und dreifach besetzt werden. Ein großes Kompliment an die Musiker, die sich uneigennützig in so großer Zahl einer guten Sache verschrieben haben.

 



Für das Dirigat konnte der letzte Chef des Musikkorps, Fregattenkapitän a. D. Lutz Bammler, gewonnen werden. Ein ausge-wiesener Meister seines Fachs und zugleich humorvoller Moderator. Mit nur einer 30-minütigen Probe, direkt vor dem Konzert, gelang es ihm mit den begeistert auf-spielenden Musikern ein Konzert der Extra-klasse zu veranstalten, an das sich nicht nur die Besucher noch lange gerne erinnern werden. Besonders erwähnenswert ist, dass dieses Orchester in dieser Besetzung noch nie zusammen musiziert hat.


Für das musikalische Programm zeichnete der langjährige Solotrompeter und Korpsführer des Musikkorps, Gerhard Glenewinkel, verantwortlich. Mit Bedacht ausgesuchte Literatur und zur Thematik " Frühschoppenkonzert" passend, wurde seine Arbeit mit lang anhaltendem Applaus bedacht. Überwiegend maritim militärische Musikstücke wurden durch populäre Stücke alter und zeitgenössischer Meister ergänzt. Das Konzert endete mit dem Deutschlandlied und zuvor von dem ehemaligen Chef, Fregattenkapitän a. D. Hermann Goldbeck (+), komponierten, legendären Hängemattenwalzer.

 



Ein Livemitschnitt des Konzertes (Youtube)



Und für einen guten Zweck blieb auch noch etwas übrig

Fotos: Dieckröger/Schmidt